Samstag, 17. März 2012

Der Riss im Mahnmal

Ok, das mit dem Mahnmal war 'ne scheiß Idee. Es ist zu verlockend. Außerdem fühlt es sich nicht einmal wie Betrug an, wenn man die Zigaretten der Schachtel raucht, die hier sowieso noch liegen. Erklären kann ich das auch kaum. Ich mach' die Regeln nicht. Don't hate the player - hate the game.
  Heißt also: Ich sollte so ehrlich sein und zugeben, dass ich meine Linie bereits jetzt nicht halten konnte und die drei restlichen Mahnmal-Kippen natürlich auch noch rauchen werde. Noch ist die Mission nicht gescheitert. Der Plan des Aufhörens besteht. Wahrscheinlich ist das eine Lektion, die ich lernen musste. Man wird immer Raucher sein. Das ist wie bei den Weight-Watchers oder den AA. Man wird immer fett sein oder Trinker - wenn auch nur metaphorisch. Das ist eben mein Abschied auf Raten - wie bei Gottschalk.
  Heute gab's vor'm Weiland 'ne Aktion: 1kg Buch - 5€. Das war befremdlich, aber ich habe eine tolle Sammlung von Balladen für 2€nochwas erstanden. Es war zwar merkwürdig, dass abgewogen wurde an der Kasse, doch der Zweck heiligt die Mittel. All die schönen Gedichte aus der Schule; John Maynard, Barbarossa, Erlkönig, Des Sängers Fluch und wie 'se alle heißen. Und ich hör' Roxette. Ja, Roxette. Mehr Indizien für eine bevorstehende Veränderung kann es doch gar nicht geben. "The night is so pretty, is so young". Hach, Roxette.

Also noch drei Kippen bis zur Freiheit. Keine Panik, das geht schnell. "Drei Kippen bis zur Freiheit" - so heißt übrigens auch meine bald-erscheinende Autobiographie. Also bis morgen, liebes Tagebuch, dann geht's wirklich los. Ohne doppelten Boden, ohne Kompromisse. Alex obsiegt.

A.

P.S. Ich kann mich nicht daran erinnern, gestern großkotzig irgendwelche Wetten eingegangen zu sein.

P.P.S. Ich glaube, das mit dem Verantwortungsgefühl dem Blog gegenüber funktioniert. Ich geh' eine rauchen. 2. 

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