Samstag, 24. März 2012

Heil dir, Than von Cawdor!

Uaaaaaaaaaaaaaaaaargh, Samstag.
Ich gebe es zu; ich hab gestern nicht darauf geachtet, wieviel ich rauche. Voller Scham und Schande öffnete ich also heute morgen erst meine Augen, dann meine Schachtel Gauloises und siehe da: 10. 10. 10. Who's your daddy?! Ich hab' es also geschafft, mein natürliches Verlangen auf das, von mir gesetzte, Limit einzupendeln. Ich bin ein Meister der Selbstdisziplin - oder nicht, ich weiß nicht genau. Jedenfalls ist das ein deutliches Indiz dafür, wie krass ich bin - in welcher Hinsicht, weiß ich nicht genau.
    Ich bin, wie versprochen, gerade dabei, Christian Kracht eine Chance zu geben. Um dem Ganzen auch fair gegenüber zu treten, habe ich beschlossen mit "Faserland" zu beginnen, Kracht's Debut. Viele halten es für große Scheiße, bei einigen ist es Abiturrelevante Schullektüre, wieder einige sprechen im Zusammenhang dieses Werkes vom neuen J.D. Salinger. Bis jetzt liest es sich tatsächlich wie eine Mischung aus "Der Fänger im Roggen" und Bukowski in der deutschen Upper-Class. Kurze und knappe Sätze, welche natürlich eine große Angriffsfläche für bedeutungsschwängernde Über-Interpreten aufbieten. Bei knappen 180 Seiten gönne ich mir jedoch den Einschub.
    Dass FDP-Jude-Law Christian Lindner jetzt von allen Titelseiten flirtet, geht mir auch auf die Eier. Und dass das funktionieren wird, ist noch viel dämlicher. Laut Umfragen ist die FDP in NRW auf einmal schon wieder bei 5% - wtf? Und in Schleswig-Holstein zieht Kubicki auch immer ein bisschen - ungeachtet der Erfolge der Parteispitze. Witzig ist höchstens, dass das ein Erfolg für die Liberalen zu sein scheint. Wenn Lindner NRW reißt (mit krassen 5%), hat sich's bald ausgeröslert. Ich habe sogar schon Stimmen im Straßenumfragen aufgeschnappt, die kund tun, dass sie die FDP wählen werden, weil "keiner die auf'm Zettel hat" - aus Liebe zum Underdog quasi. Verrückte Welt des Wahlkampfes.    
Wo ist eigentlich der Frühling, den ich heute früh im Fernsehen gesehen habe, wenn ich ihn brauche? Ich wollte heute grillen, die Sonne genießen (wenn auch nur vom Balkon aus - alles andere wäre albern). Doch der Frühling ist im Ruhrgebiet und in Bayern, am Alpenrand oder sonstwo. Fest steht jedoch: Die Wurst ist gekauft, jetzt muss sie gegessen werden. So steht es schon in der Bibel - Lex 6:66. 

   
 

Kommentare:

  1. Christian Lindner = Jude Law???? Ich erhebe energischst Einspruch!!!

    Wenn ich das bisher richtig beobachtet habe werden hier im Norden bei zweistelligen Plusgraden die Shorts und kurzen Röcke angezogen Zum grillen sollte es doch da allemal gereicht haben.

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  2. naja, ich sprach lediglich vom fdp-jude-law. die weisband als piraten-natalie-portman zu bezeichnen, macht sie ja auch weder sympathischer noch hübscher.

    es hat zum grillen gereicht, aber schön war es hier nicht. vielleicht habe ich auch unerfüllbare ansprüche an kiel. oder aber eckernförde ist sowas wie das miami schleswig-holsteins.

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  3. Also, in Hamburg war wunderbares Frühlingswetter. Das Eis hat geschmeckt.

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