Freitag, 27. April 2012

Kompass - Neues aus der Unterwelt

Kleiner Musiktipp am Rande: Edward Sharpe & The Magnetic Zeros - "Home"

Video und Song passen so schön zusammen, dass ich fast Lust auf Sommer und verrückte imaginäre Road-Trips bekomme.









Entschuldigt, dass ich mich erst jetzt zurückmelde, aber ich wurde in den vergangenen Tagen kräftig von irgendeinem viralen Infekt heimgesucht. Am Ende eines Tage bin ich auch nur wie jeder andere Mann: ich leide bitterlich. Um noch einmal kurz das Thema des letzten Posts aufzugreifen, ich hab' in den letzten Tagen, nachdem ich durchgeschwitzt und mit tauben Stellen im Mund (von den ganzen ekligen Lutschpastillen) aufgewacht bin, immer mal wieder bei Bibel TV reingeschaut morgens. Meine Fresse, das sind vielleicht Vollidioten. Heute morgen hat irgendein Geistlicher eine ICE-Fahrt geschildert, auf der er mit einem jungen Mann zusammen im Abteil saß. Die Großeltern seien noch bei den Nazis gewesen, während die Eltern ihr Dasein im gelebten Sozialismus gefristet hätten. Der junge Mann sei "frei" und "offen" gewesen, aber er hätte partout keine Ahnung gehabt, dass Jesus unser aller Erlöser sei. Augen schließen. Süffisant lächeln. Boom. Und das sagt er mit einer Arroganz und Selbstsicherheit, dass man kotzen möchte. Deswegen gehe ich nicht einmal Weihnachten in die Kirche.

Ich hab auch ganz merkwürdig geschlafen. Im Traum haben mich Leute aus meinem Haus voll gelabert und wollten mich zum Kaffee einladen, weil ich ein Protestbuch mit dem Namen "Kompass" veröffentlicht hatte, was ihnen in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat (Wortlaut)?! Als ich dann gegen 04:00 Uhr aufgewacht bin, hätte ich schwören können, dass das alles wirklich passiert ist. Gegen 07:00 Uhr habe ich eingesehen, dass das alles nur ein Traum war. Gegen 08:00 Uhr habe ich tatsächlich in Erwägung gezogen, ein Protestbuch mit dem Titel "Kompass" zu schreiben. Nach dem Frühstück habe ich die Idee wieder verworfen. Was meine Gedanken jedoch in diese Richtung gelenkt haben muss, ist eine tatsächlich ganz gute Idee für einen Roman oder ein Drehbuch, wie ich finde. Ein entfernter Verwandter ist ziemlich krank. Er hat eine Entzündung an der Herzklappe, die so starkes Fieber hervorruft, dass die Ärzte keine andere Möglichkeit gesehen haben, als ihn freiwillig, der besseren Behandelbarkeit halber, in ein künstlichen Koma zu versetzten. Was muss das für ein ekelhaftes Gefühl sein, wenn einem gesagt wird, dass man vielleicht nicht mehr aufwacht? Ich meine, der hat Frau und Kinder, wie man so schön sagt. Er konnte sich also in seinem fiebrigen, halb-klaren Bewusstsein von seiner Frau und seiner Tochte so für den Fall der Fälle (in dieser Hinsicht mehr als wörtlich) verabschieden. Ich wüsste nicht, was ich sagen würde - alles wäre irgendwie scheiße. Meine Idee ist nun folgende: man könnte die Gedanken seiner Tochter beschreiben, also eine Art Versinnbildlichung der Krankheit. Vielleicht sogar eine metaphorische Abenteuerreise à la OZ, in welcher der Vater verschiedene, der Krankheit entlehnte, Prüfungen bestehen muss, bevor alles unwiederruflich ins '50's-Happy-End mündet. Das ist jetzt nicht super neu, aber ich glaube, da wär ordentlich was zu machen, oder was meint ihr? Ein bisschen Tiefe wuchtet man da natürlich auch noch rein. Wenn jemand von euch vorhaben sollte, daraus ein Drehbuch zu machen - meine Mailadresse steht im Profil. Wahrscheinlich hätte ich das Ganze aber wohl eher für mich behalten sollen, wa? Sonst gehe ich nächstes Jahr ins Kino und sehe, während ich auf mein Popcorn warte, ein Plakat von "Kompass - Das Abenteuer im Schlaf" oder so ähnlich.

So, mehr Gehaltvolles sprudelt noch nicht aus meinem geschundenen Körper heute.
Ich melde mich,

A.  





Kommentare:

  1. was für einen sch.... gibst du eigentlich von dir!?!!!!
    A
    geb dir einen Tipp !komm runter von Deinen Drogen ,sei es tee kaffee oder sonst irgendwas

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