Sonntag, 13. Januar 2013

Im Nasenloch der Geschichte

"Wir sind das, was wir zu sein fürchten." - A. (*1986, norddeutscher Philosoph, Romancier und Lügner)

In den letzten Wochen hat mich das Ganze hier ein wenig beschäftigt. Ich war mir wirklich nicht mehr sicher, ob ich auch weiterhin bloggen sollte. Nach fast einem Jahr hat es sich so angefühlt, als hätte ich wirklich nichts mehr zu sagen gehabt. Und während ich so darüber nachdachte, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich das eigentlich nie hatte. Was wäre das auch für ein Anspruch? Man kann die Welt nicht retten. Satt gefressen sitze ich hier auf der glücklichen Seite der Welt und schiebe Gedanken hin und her, während über den Anderen, den Glücklosen, die Nacht lastet. Ist doch aber auch egal, alles!

Wischt Euch die Tränen weg: Ich mache weiter - aber, um unserer aller Willen, ich muss die Häufigkeit der Beiträge zurückschrauben. Wisst Ihr, es gab eine Zeit, in der TV Total noch kein nerviges Ritual, voll von flachen Gags, staubiger Wiederholung und Unterschichtenunterhaltung war; eine Zeit, in der es nur einmal die Woche lief, frisch und lustig die aufgeregter Zuschauer unterhielt. Der Punkt war eben, dass es nur einmal die Woche lief, versteht Ihr? Je mehr der Stör ausstirbt, desto besser schmeckt auch der Kaviar. Ach, zum Teufel mit diesen furchtbaren Allegorien! Was ich sagen will, ist, dass die Qualität und auch meine eigene Motivation in den letzten Wochen gelitten haben.

Ich weiß nicht, warum ich mich plötzlich dazu verpflichtet gefühlt habe, so etwas wie den Anschein eines redaktionellen Charakters vorzutäuschen. So bin ich nicht, das müsst Ihr mir glauben. Und damit ist jetzt Schluss, verdammt! Wir erheben uns aus unserer Asche. Von hieran wöchentlich, zusammenhangslos und inaktuell. Die Maschine ist der Feind!

Auf Anfang,

A. im Angesicht des sicheren Todes    

Kommentare:

  1. Wenn die Alternative darin besteht, vierteljährlich mit irgendwelchen ehemaligen Mitgliedern der Backstreetboys Extremsportarten auf Küchengeräten auszuüben, ist es sicher besser, erstmal den anderen Weg zu gehen, und weniger mehr sein zu lassen. Meinen Segen hast du ;)
    (Irgendwer musste hier schließlich mal was sagen!!!)

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