Freitag, 15. November 2013

Im Rausch der Kälte II

Wie lange ich schon hier bin, weiß ich nicht. Habe ich geschlafen? Vielleicht. Mein Bier ist schal, also ich habe ich wohl geschlafen oder zumindest seit einer Stunde oder länger nichts getrunken. Ich lasse mir nichts anmerken und trinke weiter. So läuft das. Wie spät es wohl sein mag? Wir starren Kelis an, wie sie tanzt und etwas über ihren Milkshake singt. Langsam habe ich das Gefühl, es geht gar nicht um Milchshakes! Seit wann sehen wir wohl Musikvideos? Ich mag Kelis nicht. Dass die Anderen sie mögen, ist überhaupt nicht Rock'n'Roll! Meine Augen sind schwer und ich spüre die vielen Fußballspiele vom Morgen deutlich in meinen Knochen und mein großer Zeh brennt ein bisschen. Als ich den anderen beiden erzählt habe, dass gerade mein Zehnagel abgegangen ist, haben sie mich begeisterungslos angestarrt. Ich hatte mir eben so viel Euphorie erhofft, wie ich selbst empfunden habe. Wahrscheinlich haben sie gedacht, dass nur ein bisschen abgeplatzt ist, wie bei einem Reißnagel oder so und nicht der ganze beschissene Zehnagel. Ach, ist ja auch egal. Fickt euch doch. Scheiße, noch ein Kelis-Video. "Warum gucken wir das eigentlich?", frage ich ins Leere. "Weil es cool ist, du Hoschi", antwortet der Bassist. 

Ein Handy vibriert auf dem zerkratzten Tisch vor uns. "Martin ist da, er steht vor der Tür", sagt eine Stimme. Sind meine Augen geschlossen? Ich will es gar nicht wissen. "Ey, penn' mal hier nicht weg. Es geht doch erst richtig los", sagt Felix. Ich weiß, dass er mich meint und ich öffne widerwillig die Augen, langsam und zäh wie ein altes Garagentor. Ich ziehe mein Handy aus meiner Hosentasche. "Hey, geht's dir gut? Seid ihr schon bei der Party? Liebe dich", steht in der SMS, die schon vor zwei Stunden gekommen ist. "Ja, alles gut. Ist ganz cool hier. Ich melde mich", schicke ich als Antwort zurück. Schon diese paar Worte vielen mir schwer. "Na, Herr Alex, Sie sehen aber schon fertig aus. Das wird doch hier nicht etwa eine 'Drogenparty'"?, sagt Martin zur Begrüßung und gibt mir die Hand. Das Wort "Drogenparty" betont er wie einer dieser Sprecher aus der Wochenschau während des Zweiten Weltkrieges. "Oh, die gute Kelis!", sagt er, als er auf den Bildschirm sieht. Na super.

Dann kommt auch die Freundin des Bassisten. Wir sind vollzählig. Wir halten uns gar nicht lange auf und wählen die Nummer vom Pizzaservice, um eine riesige Familienpizza zu bestellen. Es überrascht mich, wie schnell wir uns plötzlich über irgendetwas einigen können. Salamipizza. Die sei schließlich am neutralsten. Wir kramen unser Geld zusammen und legen es auf einen Haufen. Ich bin froh, dass die Anderen das Rechnen übernehmen. Ich bin seit der dritten Klasse nicht unbedingt besser darin geworden. Als der Lieferant klingelt, habe ich schon wieder vergessen, dass wir überhaupt Pizza bestellt hatten. Verdammtes aufgeweichtes Gehirn. Joint, Bier, Zigarette. Immer wieder abwechselnd.

Als Marie aus der Küche zurückkommt, trägt sie die riesige Pizzaschachtel aufgeklappt in ihren Händen. Sie lächelt, als wären wir ihre Familie und sie würde den Sonntagsbraten servieren. Auf jedem der gigantischen Stücke liegen, gleichmäßig verteilt, die dunklen getrockneten Pilze, sorgsam zerkleinert. Mit beiden Händen greife ich mir ein Stück. So sehr ich mich auch konzentriere, ich merke kaum einen Unterschied zu einer normalen Salamipizza. Die trockenen Pilzstückchen schmecken nach nichts. Wir alle schweigen, als würden wir irgendein beschissenes, magisches Ritual vollführen oder einen Zaubertrank trinken. Ich müsste es besser wissen, aber ich erwarte immer noch, dass sich von einer Sekunde auf die andere, irgendeine Wirkung einstellt, ein Moment, in dem sich aus dem Nichts die ganze Wahrnehmung verändert.

Zeit vergeht, ich weiß nicht, wie viel. Wir haben Trainspotting geguckt - ich weiß nicht zum wievielten Mal. Obi-Wan auf H. Im Kreis sitzen wir auf dem Fußboden, das Telefon in unserer Mitte. Felix hat die Nummer des Dealers gewählt und die Lautsprechertaste gedrückt. Sie leuchtet. Ich weiß nicht mehr, wie es dazu gekommen ist. "Ey, hier ist Felix, ich war vorhin bei dir und hab' das Zeug geholt, weißt?", sagt er. Wir anderen schweigen andächtig. "Naja, die Sache ist die...", ich muss lachen, "irgendwie merken wir überhaupt nichts", stammelt Felix und muss dabei auch ein bisschen kichern. Der Bassist mischt sich sein: "Ja, es stellt sich überhaupt keine, naja, Wirkung ein, weißt?", sagt er. Und ich muss wieder lachen; ein Lachen, dass sich seinen Weg ungebremst nach außen sucht. Ich kippe nach hinten und rufe: "Ja, wir merken gar nichts von dem Scheiß". "Ihr Idioten seid doch total drauf. Leckt mich, ey", sagt die tiefe Stimme am Telefon. Dann das Besetztzeichen. Er hat aufgelegt. "Hallo?", brüllt Felix leicht verzweifelt, aber noch immer lachend. "Hallo? So ein Wichser", sagt er, während er die Nummer schon erneut wählt. Wir werden weggedrückt. Arschloch.

Plötzlich sind wir draußen. Es ist überhaupt nicht mehr kalt. Wir schreien fast, so laut reden wir. Hintereinander laufen wir auf dem Bürgersteig durch das vor Einöde stinkende Dorf im Schnee. Das schmutzige Eis blendet. Vor einem Friseursalon im Zentrum des Ortes kommen wir zum Stehen. Der Bassist und ich erkennen das Auto unserer Schulleiterin auf dem Parkplatz. Einen großen schwarzen Mercedes-Combi. Mein Körper bewegt sich von allein: Ich klettere auf das Fensterbrett des großen Schaufensters und drücke mein Gesicht an die Scheibe. Ich lecke daran. Ich weiß nicht, warum ich das tue, aber das Gelächter der Anderen und die Rufe danach, dass ich lieber damit aufhören unter herunter kommen sollte, sind wie Applaus in meinen Ohren. So sehr ich mich auch anstrenge, ich kann nicht erkennen, auf welchem Friseurstuhl unsere Schulleiterin sitzt. Dann verliere ich die Lust und springe rückwärts zurück in den Schnee, viel gelenker, als ich es je für möglich gehalten hätte. Wir laufen weiter. Reihenhäuser, Blumenbeete und Zäune. Mit argwöhnischem Blick scheint uns das Auge des Wetterhahns von der Kirchturmspitze zu folgen. Der Ort endet und wir stehen an der Grenze eines endlosen Feldes, gefrorener Schlamm zu unseren Füßen. Dann laufen wir los.

Keine Zeit vergeht mehr. Auch wenn es nicht sein kann: Wir rennen stundenlang durch ein dichtes, strahlend goldenes Feld. Kein Schnee, keine Kälte. Wir schneiden lachend mit unseren Schritten Schneisen in diese reine Sommerkulisse. Für Ewigkeiten laufen wir, bis wir stehen bleiben. Nur noch Marie und ich sind übrig - von den drei anderen ist nichts zu sehen, aber wir hören ihre Rufe. Die Sonne scheint auf uns herunter. "Wie fühlst du dich, Alex?", fragt sie auf eine Weise, die mir fremd vorkommt: Sie sieht mir direkt in die Augen und lächelt. "Äh, okay", antworte ich und sehe zu Boden. Direktheit hat mich stets eingeschüchtert, aber mir auch immer gefallen. Wir wissen, dass wir uns von unseren Freunden wegbewegen, aber wir reagieren beide nicht auf ihre Rufe - ohne, dass wir es abgesprochen hätten. Immer weiter dringen wir in das Feld aus mannshohen Gräsern vor und entziehen uns dem Blick des Kirchturms. Plötzlich stocken wir und blicke auf eine Lichtung. Gigantische Tiere erheben sich vor uns. "Was ist das?", fragt Marie, ohne den Blick auch nur eine Sekunde von den riesigen Viechern abzuwenden. "Die sehen aus wie irgendwelche verfickten Mammuts oder so", antworte ich mit der Stimme eines Kindes im Spielzeugladen. Sie sind riesig, haben lange spitze Hörner und zotteliges braunes Fell, das fast bis zum Boden reicht. Majestätisch nehmen sie nicht einmal Notiz von uns. "Das sind doch keine Elefanten", sagt sie lachend, "eher Rinder oder so". "Mammuts", sage ich nochmal. Maries Handy klingelt. "Wir sollten zurück", sage ich. Der Himmel beginnt, sich langsam grau zu färben und der Somme weicht der Kälte und wir stehen wieder im eisigen Dreck.

Als wir zurückkehren, sitzen die Jungs auf den Stufen zur Eingangstür und kiffen. Misstrauisch sieht der Bassist mich an, überlegt es sich dann scheinbar jedoch anders und reicht mir den Joint herüber. Meine Schuhe und meine Hosenbeine sind über und über mit Dreck beschmiert. Verfluchte Scheiße. Felix verschwindet kurz in einem Schuppen und kommt mit einem halb aufgepumpten Fußball zurück. Als mir der Ball vor die Füße rollt und ich ihn zurückschieße, erinnert mich der Schmerz in meinem Zeh daran, was heute alles schon geschehen ist. Ich mag diese Tage, an denen es sich so anfühlt, als sei das, was am Morgen passiert ist, bereits Wochen her.

Ich komme zu mir und liege in einer Ecke von Felix' Zimmer. Durch ein schmales Fenster kann ich sehen, dass es draußen dunkel geworden ist. Ich erinnere mich nicht, wie ich hergekommen bin. "Willkommen bei den Lebenden", sagt Martin und grinst mich an. "Seid ihr das, die Lebenden, ja?", frage ich ihn und raffe mich auf. "Alex", sagt der Bassist und er spricht meinen Namen aus als hätte er ein Doppel-L, "wie stehst du eigentlich zu E, also Pillen? Wollen wir welche ordern?". "Ich will keine Chemie nehmen", antworte ich kompromisslos. Ein ewiger Diskurs unter Sechzehnjährigen, der mich selbst schon langweilt. Ehrlich gesagt ist der wahre Grund, dass ich finde, dass es schlecht klingt. Gras rauchen und Pilze nehmen ist eine Sache, Ecstasy klingt irgendwie schlimmer im Lebenslauf. Nur so ein Gefühl. Ich lehne ab, Marie auch. Die drei Anderen beschließen, dass es sich dann nicht lohnt. Sie finden mich kurz bescheuert. Wir rauchen stattdessen noch einen und trinken noch mehr Bier. Frusciante spielt Gitarre in Schwarz-Weiß.

Felix hat seine ganze Konzentration auf die leere Pizzaschachtel gerichtet: "Lass mal 'was daraus bauen, ihr Asis", sagt er. "Kann mal einer 'ne Schere aus der Küche holen". Marie und ich stehen zeitgleich auf und gehen runter, während die Jungs mit offenen Mündern Felix dabei zusehen, wie er die riesige Pizzaschachtel auf dem Boden umherdreht. "Alex, hast du Lust zu schaukeln? Ich habe Lust", sagt Marie, als wir in der Küche stehen und die Regale und Schubladen nach der Schere durchsuchen. "Okay, jetzt?", frage ich. Mir ist nicht gut dabei, aber ich habe längst gelernt, mein Gewissen abzustellen.

Ich öffne die Augen und höre das rostige Quietschen der Kettenglieder. Dunkelblauer Himmel voller Sterne über uns, Schnee und Sand unter uns. "Meinst du nicht, dein Freund wundert sich, wo wir sind?", frage ich sie. Ich habe keinen Bock auf Stress und an seiner Stelle würde es mich ziemlich ankotzen, wenn meine Freundin auf einmal mit einem Kumpel verschwunden wäre, den ich erst seit Kurzem kenne. Außerdem schätze ich, er traut mir nicht. Ich würde mir nicht trauen. "Ach, wir sind ja nicht weit weg und ich will schaukeln", sagt sie, als wäre das eine Selbstverständlichkeit. "Bist du glücklich im Moment?, will sie wissen. Auf solche Fragen kann ich nie richtig antworten. Ich entscheide mich für ein "Es geht, ne?". Sie fängt an zu singen, einfach so. Mir wird schlecht, ich muss anhalten. Alles schimmert blau. "Eskobar?", frage ich, als ich mich kurz erholt habe. "Du hast es erkannt", freut sie sich, "obwohl ich so schlecht singe". "Ich mag die auch, also Eskobar", sage ich. Marie steigt von der Schaukel und stellt sich genau vor mich. Ich bin ein wenig größer als sie, aber unsere Gesichter sind nah beieinander. "Wenn du jetzt einen Wunsch frei hättest, wie würde er lauten?", fragt sie leise und kommt noch ein Stück näher. Nicht gut. Gar nicht gut. Sie sieht in meine Augen. Ich zögere zu lang. Ich bin nicht konsequent. War ich nie, werde ich nie sein. "Ich habe keine Wünsche", antworte ich schließlich, und drehe mich dann weg, "Lass uns zurück gehen, es ist kalt hier draußen". Eine große Heldentat, von der niemand erfahren wird, so nenne ich es in meinem Kopf.

Im Zimmer glimmen Schwarzlichtlampen. Der Blick des Bassisten ist finster: Wut und Respekt zugleich. Wir sind Freunde und Rivalen, einander ebenbürtig. Marie legt sich in seine Arme. Der Pizzakarton ist Geschichte, dafür leuchten jetzt kleine ausgeschnittene Männchen in verschiedenen Neonfarben, vom Schwarzlicht verzaubert. Sie haben also selbst eine Schere gefunden. Das nächste Bier gibt mir den Rest und ich falle völlig aus der Zeit. Ich liege auf dem Boden und Lou Reed singt "Perfect Day" in unglaublicher Lautstärke. Wir alle stimmen mit ein: "You just keep me hanging on, you just keep me hanging on", brüllen wir, während sich die Boxen so sehr überschreien, dass das Piano fast in den Ohren brennt. Ich rolle auf dem Boden umher, zwischen Asche und Schmutz. Meine Hände sind bunt und leuchten in Neon. Ich lasse meine Finger vor meinem Gesicht tanzen. Ich möchte die ganze beschissene Welt mit diesen Stiften anmalen, bis einfach alles leuchtet und nichts mehr auffällt, rein gar nichts, unter einer Sonne aus Schwarzlicht - strahlende Dunkelheit und Magie für immer.

"Alter?", dröhnt es von irgendwo. "Alex, wach auf, Alex, Mann!", erneut. Ich schmecke Kotze in meinem Mund. Alles tut weh. "Alex, wach auf, du Hoschi!", brüllt der Bassist. Seine Stimme wird immer lauter und jetzt erkenne auch ich sie. "Was ist denn?", drücke ich heraus. Meine Lippen sind wie aus Schleifpapier. Der Bassist steht über mir mit weit aufgerissenen Augen. "Wir haben verschlafen, Mann, wir müssen zur Zeugnisausgabe". Scheiße, er hat recht, Scheiße, Scheiße verfickte. Wir sind allein im Raum. Die anderen sind weg. Mein Kopf fühlt sich an, als wäre er aufgebrochen und wieder zusammengeklebt worden. Wir laufen los, ohne dass ich pinkeln oder mein Gesicht waschen kann. Es schneit und die Kälte ist bissig. Natürlich ist der verfickte Bus schon weg, also müssen wir zu Fuß zur Schule laufen. Ich kann nur abschätzen, wie weit das ist, aber wir müssen an der Landstraße entlang durch mindestens zwei Dörfer, bis wir am Stadtrand sind. Gott sei Dank ist unsere dämliche Schule nicht im Zentrum. Ich habe scheußlichen Muskelkater. Wir reden nicht besonders viel, sondern stapfen so schnell wir können durch den beinahe jungfräulichen Schnee am Straßenrand. "Wie unglaublich behindert wir sind, so eine verhurte Scheiße", brüllt der Bassist in den verhangenen Himmel. Uns ärgert viel mehr, dass wir die Strecke laufen müssen, als das wir verschlafen haben. Auf halben Weg ziehe ich mein Handy aus der Hosentasche, um zu gucken, wie wir in der Zeit liegen. Drei ungelesene Nachrichten. Offenbar habe ich die komplette Außenhülle des Telefons mit Schwarzlichtfarben angemalt - Scheiße, und meine Hände auch. Ich bin so ein Idiot. Als der Bassist das sieht, müssen wir jedoch beide lachen. Wir stecken uns zwei zerknickte Zigaretten, Partykippen, an und stampfen weiter mit schmerzenden Waden durch den Schnee. Die Farbe ist echt.

Vor der Tür meines Klassenraumes verabschieden wir uns voneinander. Freunde müssen sich nicht umarmen oder die Hand geben. Der Bassist läuft den Flur entlang, um zu seiner Klasse zu gelangen, während ich an die Tür klopfe. Die Direktorin ist bereits im Raum. Ich entschuldige mich höflich dafür, dass ich zu spät bin, muss jedoch fast lachen, als ich nach hinten zu meinem Platz gehe. Andreas flüstert "Du siehst scheiße aus" zu mir herüber. Als ich aufgerufen werde, um nach vorne zu kommen und mein grandioses Zeugnis in Empfang zu nehmen, spürt man förmlich, wie die Direktorin Probleme hat, ein paar positive und erbauliche Worte zu sagen. "Naja, es kann ja nur besser werden im nächsten Jahr, nicht? Naturwissenschaften zählen offensichtlich nicht gerade zu Ihren Stärken - da müssen Sie auf jeden Fall etwas tun", sagt sie. Ich nicke beflissen. Dann hält sie mir das Zeugnis hin. Mein Ärmel rutscht hoch und legt den Blick auf meine komplett bemalte rechte Hand frei, als ich nach dem Zeugnis greife. Meine Klassenlehrerin, die neben der Direktorin steht, rollt mit den Augen, während ihre Chefin mich mit skeptischem Blick ziehen lässt. In der Nacht sahen die Farben viel strahlender und schöner aus. Ich knülle mein Zeugnis, ohne es anzusehen, in meinen Rucksack und warte darauf, dass ich endlich gehen kann. Der graue Ernst hat mich zurück. Ich muss erwachsen werden, aber vorher werde ich noch versuchen, meinen Namen in den Schnee zu pissen.

Das ist beinahe zehn Jahre her.

A.   

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