Donnerstag, 23. Januar 2014

Sicherheiten brechen wie Lattenroste

Ah, fick dich, Ikea, du verschissener Haufen schwedische Sperrholzscheiße! Ich kaufe niemals wieder ein verdammtes Bett im Möbelhaus-McDonald's! Niemals wieder. Billige Klobürsten, Dekoartikel, Küchenscheiß, na gut, meinetwegen, aber niemals wieder ein Bett. Niemals wieder. Und meine blöde Memoryschaum-Martratze kann ich auch nicht leiden - konnt' ich noch nie, konnt' ich noch nie, konnt' ich noch nie. Wer will schon überall eine Kuhle hinterlassen oder in ein beschissenes Loch zurücksacken, nachdem man nachts pissen war? Niemand, niemand. 
Ich hasse Überraschungen und ich es hasse es, mich zu erschrecken! Und eben zum zweiten Mal  - innerhalb von einem Monat - völlig aus dem Nichts mutterseelenallein und bewegungslos mit meinem Scheißbett zusammenzubrechen, fand' ich sowohl überraschend als auch erschreckend. Ich wiege keine achtzig Kilo, und der feine Turnus meiner Atmung wird wohl kaum so viel Bewegungsenergie freigesetzt haben, dass so ein dramatisches Zusammenbrechen in irgendeiner Weise gerechtfertigt wäre. Ich habe fast einen Herzimpfakt bekommen, verfickt noch mal!
Ich hatte dem Bett ja verziehen, dass die Scharniere nervige Quietschgeräusche gemacht hatten, wenn man sich umdrehte oder vögelte. Das ließ sich mit Schaumstoff und Gaffatape aus der Welt schaffen. Ich hatte dem Bett verziehen, dass die untere Leiste des Lattenrosts einfach so ohne Grund gebrochen war. Das ließ sich mit einigen Holzlatten vom Dachboden meiner Eltern und ein paar Schrauben aus der Welt schaffen. Ich hatte dem Bett verziehen, dass ich mir gefühlte vierhundert Mal die Schienbeine an seinen scharfen Ecken gestoßen hatte. Aber langsam reicht es!
Als ich eben die Matratze hochhob und die Holzsplitter auf dem Boden sah, hätte ich am liebsten das ganze beschissene Ding kurz und klein geschlagen, und die Überreste anschließend über die Balkonbrüstung geworfen. Ich wartete einen Augenblick und stellte mir vor, wie all das Holz zersplittern und Zack de la Rocha dazu immer wieder All hell can't stop us now schreien würde. Explosionen und so. Dann atmete ich durch - und es ging wieder.

A.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Die Dinger sind doch Gift für den Rücken oder ist das ein Klischee?

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    2. Wird wohl so sein, ich hatte aber nie Probleme. (Time to buy a futon ist nur der Titel eines alten Punkstücks, an das mich dein Rant erinnert hat...)

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  2. Freitag und schon herzlichst gelacht ;) danke.
    Stimmt übrigens, kontrolliertes atmen soll gelernt sein - gut gemacht.

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