Dienstag, 7. Oktober 2014

Diktatur des Lärms

Dieser ganze Lärm ist so bedrückend. Ich liege auf meinem Bett, in meinem Schlafzimmer. Ohne Fernsehen oder Musik ist es trotzdem nicht still. Hinter den Wänden, hinter allen Wänden, dröhnen die dumpfen Geräusche von Fernsehern, fremdem Gerede, fettleibigen Schritten und Toilettenspülungen. Wie soll ich mich denn so auf das Schrillen meiner Ohren konzentrieren? Man wird förmlich gezwungen, seinen eigenen kleinen Lärm zu machen, damit man wenigstens die Anderen nicht mehr hört. 

Ich mache jetzt Musik an und schlafe.

A.

1 Kommentar:

  1. Ich gehe da immer IN MICH. Da drin ist zwar manchmal auch Krach, aber als "Hausherr" kann ich "für Ruhe sorgen". Und dann lausche ich der Stille in mir, - und schlafe ein. Nebenwirkung: Ich hätte ein paarmal fast nicht mehr aus mir herausgefunden.

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